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Informationen für Patienten & Angehörige

Patientenberatung

Unser Anliegen ist es, nicht nur Infusionslösungen herzustellen, sondern kompetenter Ansprechpartner für Patienten und deren Angehörige zu sein. Wir beraten Sie gern zu allen Themen und Problemen, die in Verbindung mit einer Krebstherapie stehen wie:

•Ernährung
•Pflege der Mundschleimhaut
•Alternative Therapien
•Inkontinenz
•Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen in Leipzig und Umgebung

Kommen Sie auf uns zu, wir helfen Ihnen gerne.

Pharmazeutischer Partner bei Krebstherapie

Zytostatika bzw. Chemotherapeutika sind als Tumorhemmstoffe Infusionen oder Injektionen, die zur Heilung der Krebserkrankung beziehungsweise zur Linderung der Beschwerden beitragen.
Der Arzt stimmt die Therapie auf das spezielle Krankheitsbild des Patienten ab. Das heißt, die Infusionslösungen sind speziell für den jeweiligen Patienten entsprechend der Körpergröße und des Gewichts dosiert. So muss die Lösung, die die Patienten erhalten, ganz individuell angefertigt werden, da es solche Spezialarzneimittel nicht fertig von der Industrie gibt.

Um Ihren Körper zu unterstützen, beraten wir Sie umfassend zu ernährungstherapeutischen Möglichkeiten, durch welche Sie als onkologischer Patient schneller zunehmen und somit kräftiger für die Belastungen der Chemotherapie sein können. Für genauere Informationen, fragen Sie gern bei uns nach oder lesen Sie hier Informationen für Patienten und Angehörige.

Professionelle Zytostatika-Herstellung

Die technisch aufwändige Herstellung steriler Lösungen für die Chemotherapie kann nur in wenigen, besonders dafür ausgestatteten Apotheken erfolgen. Unsere ARKANA-Apotheke in Leipzig hat sich neben dem normalen Apothekenbetrieb auf die Herstellung von Infusionslösungen zur Chemo- und Schmerztherapie spezialisiert. Dafür verfügen wir über zwei Labore, die mit speziellen Werkbänken für die sichere und keimfreie Herstellung dieser sensiblen Arzneimittel ausgestattet sind und zugleich dem Schutz des Personals dienen. Unter der Leitung unserer Apothekerinnen mit Zusatzqualifikationen auf dem Gebiet der Onkologie arbeiten hier ausgebildete Pharmazie-Ingenieurinnen und Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistentinnen.

Zytostatika

Das Ziel einer Therapie mit Zytostatika ist es, das Wachstum bösartiger Zellen zum Stehen zu bringen bzw. die Zelle ganz abzutöten. 


Heute gibt es ein breites Spektrum an Zytostatika, die auf sehr unterschiedliche Weise in den Stoffwechsel von Zellen eingreifen. Dadurch wird die Zellteilung verhindert oder erheblich verzögert.
Der Eingriff in den Zellstoffwechsel kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Zum einen kann das Gefüge der Nukleinsäuren, die als sogenannte Bausteine der Erbsubstanz wichtig für die Weitergabe der Erbinformation sind, gestört werden. 

Eine andere Möglichkeit des Eingriffs ist, dass Zytostatika als falsche Bausteine in die Nukleinsäuren eingebaut werden, so dass auch auf diese Weise deren Funktion beeinträchtigt wird. Wieder andere Zytostatika hemmen die Zellteilung.

Durch Kombination verschiedener Zytostatika mit unterschiedlichen Angriffspunkten im Zellzyklus lässt sich die Effektivität einer Chemotherapie im Vergleich zur Monotherapie erhöhen. Außerdem können dadurch Nebenwirkungen verringert werden. 

Die Zellen unseres Körpers befinden sich entweder in der Ruhephase oder in der Wachstumsphase. Zytostatika können nur an Zellen in der Wachstumsphase, also an sich teilenden Zellen angreifen, Zellen in der Ruhephase werden in der Regel nicht erreicht. Da sich immer nur einige Zellen in der Wachstumsphase befinden, können mit einem Chemotherapiezyklus nie alle Krebszellen erreicht werden. Deshalb sind in der Regel immer mehrere Zyklen nötig, so dass sich die Chemotherapie über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Die therapeutische Anwendung von Zytostatika in der Behandlung einer Krebserkrankung beruht darauf, dass sich Krebszellen im Gegensatz zu normalen Körperzellen viel schneller teilen. Aller­dings machen diese Arzneimittel keinen Unterschied zwischen Krebszellen und gesunden, schnell wachsenden Körperzellen. Das ist der Grund für eine Reihe von Nebenwirkungen.

Sich schnell teilende, gesunde Zellen befinden sich in den Schleimhäuten von Mund, Speiseröhre, Magen, Darm und Genitalien, im Knochenmark und den Haaren. Wenn diese Zellen von der Wirkung eines Zytostatikums betroffen werden, kommt es zu Erscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhaut, Müdigkeit und Haarausfall. Außerdem kann sich das Blutbild verändern und das Immunsystem beeinflusst werden.